Mittwoch, 11.08., Botanischer Garten, 20 Uhr  |   >> TICKETS

Mit stoischer Ruhe und fernöstlichem Gleichmut lassen Nik Bärtsch’s Ronin um den Schweizer Pianisten sich und ihr Publikum in sanften, meditativen Strömen mit enormer Sogwirkung treiben. Die unzähligen winzigen Elementarteilchen aus Klassik, Jazz, HipHop, Ambient, Minimal oder japanischer Ritualmusik ergeben ein neues Ganzes: „Ritual Groove Music“ oder „Zen-Funk“, wie Bärtsch sein selbst erfundenes Idiom nennt. Das ist groovig und eingängig, obwohl äußerst komplex und raffiniert komponiert. Bei unglaublich präzisem Zusammenspiel, das vom freien Ideen- und Stimmungsaustausch lebt, haben alle Stimmen gleich viel Gewicht. Kleinste Motive und Patterns werden übereinander gelegt und ineinander verzahnt und lassen ein dichtes Klanggewebe entstehen. Kaum auszumachen, welche Elemente komponiert, welche improvisiert sind. Was auf den ersten Eindruck statisch wirkt, ist in permanenter Bewegung; alles wiederholt sich und verändert sich doch ständig.  

Nik Bärtsch – piano
Sha – bassclarinet, altosaxophone
Jeremias Keller – bass
Kaspar Rast – drums

Foto © Jonas Holthaus